Gaswarnanlagen für Labore und Industrie in Magdeburg
In Forschungs- und Industrielaboren in Magdeburg kommen Gaswarnanlagen in zwei Varianten zum Einsatz: als Raumluftüberwachung für toxische und brennbare Gase und als Überwachung von Prüfgasversorgungen und Gasflaschenlagern. Die Otto-von-Guericke-Universität, die Hochschule Magdeburg-Stendal und zahlreiche Industrieforschungslabore betreiben umfangreiche Gaswarntechnik, die regelmäßig gewartet und kalibriert werden muss.
Raumluftüberwachung in Laboren
Labore in Magdeburg setzen eine Vielzahl von Gasen ein: Stickstoff, Wasserstoff, Helium, Argon sowie toxische und brennbare Gase wie CO, NH₃, H₂S oder Lösemitteldämpfe. Die Raumluftüberwachung erfasst Gasaustritte aus Druckgasflaschen, Leckagen an Laborabzügen oder Gasversorgungsleitungen. Besonders Wasserstoff ist kritisch, da er mit Luft ein breites Explosionsspektrum bildet (4–77 Vol.-%) und diffusionsoffen ist. Die H₂-Sensoren in Magdeburger Laboren müssen schnellansprechend sein und idealerweise unter der Decke montiert werden.
Überwachung von Gasflaschenlagern
Zentrale oder dezentrale Gasflaschenlager in Magdeburger Industrie- und Forschungseinrichtungen unterliegen der TRGS 509 und TRGS 510. Die Gaswarnanlage muss austretende Gase aus undichten Ventilen oder beschädigten Flaschen detektieren. Für brennbare Gase ist eine ATEX-Zoneneinteilung erforderlich, für toxische Gase eine Raumluftüberwachung mit Alarmierung und Lüftungsansteuerung. Die Prüfung umfasst die Kalibrierung aller Sensoren mit den jeweiligen Zielgasen, die Kontrolle der Alarmkette und die Prüfung der explosionsgeschützten Ausführung.
Prüfumfang für Labor-Gaswarnanlagen
Die Prüfung in Laboren umfasst: Kalibrierung der Sensoren für das jeweilige Überwachungsgas, Querempfindlichkeitstest auf typische Laborchemikalien, Kontrolle der Alarmweiterleitung an die Gebäudeleittechnik oder das Sicherheitspersonal, Prüfung der optischen und akustischen Alarmgeber im Labor und im Flur sowie Dokumentation im Laborbuch und im zentralen Prüfregister. Für Labore mit GMP-Anforderungen ist eine besonders lückenlose Dokumentation erforderlich.
Standorte in Magdeburg
Relevante Einrichtungen sind die Universität Magdeburg (Campus Universitätsplatz und Medizinische Fakultät), die Hochschule Magdeburg-Stendal, Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IFF und das Max-Planck-Institut, Industrieforschung im Gewerbepark Rothensee sowie Prüflabore der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
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