Gassensoren in Magdeburg prüfen und warten
Gassensoren sind das Herzstück jeder Gaswarnanlage – sie entscheiden über Leben und Sicherheit. In Magdeburg müssen alle Sensoren stationärer Gaswarnsysteme regelmäßig kalibriert und auf ihre Funktion geprüft werden. Ein Sensor, der aufgrund von Alterung, Verschmutzung oder Vergiftung nicht mehr korrekt misst, wiegt den Betreiber in falscher Sicherheit und kann im Ernstfall katastrophale Folgen haben.
Sensorprüfung und Kalibrierung
Jeder Gassensor in Magdeburg muss mit einem zertifizierten Prüfgas bekannter Konzentration beaufschlagt werden. Dabei werden die Nullpunktstabilität und die Empfindlichkeit (Span) des Sensors geprüft. Elektrochemische Sensoren zeigen mit zunehmendem Alter einen Empfindlichkeitsverlust – ab einem bestimmten Schwellwert (typischerweise 50–70 % der Ursprungsempfindlichkeit) muss der Sensor ausgetauscht werden. Katalytische Sensoren können durch Silikone, Schwefelverbindungen oder Halogene vergiftet werden und reagieren dann nicht mehr auf brennbare Gase. Infrarot-Sensoren sind weniger alterungsanfällig, müssen aber auf Verschmutzung der Optik und Drift des Nullpunkts geprüft werden.
Lebensdauer der verschiedenen Sensortypen
Elektrochemische Sensoren haben eine typische Lebensdauer von 2 bis 3 Jahren, abhängig vom Gas und den Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchte). Katalytische Sensoren können 3 bis 5 Jahre halten, sofern keine Vergiftung auftritt. Infrarotsensoren erreichen Lebensdauern von 5 Jahren und mehr. Die tatsächliche Lebensdauer in der rauen Industrieumgebung Magdeburgs kann von diesen Richtwerten abweichen und ist durch regelmäßige Kalibrierungen zu überwachen.
Ablauf der Sensorkalibrierung
Die Kalibrierung erfolgt vor Ort mit mobilem Prüfgas-Equipment: Aufsetzen der Kalibrierhaube auf den Sensor, Beaufschlagung mit Nullgas (synthetische Luft) zur Nullpunktbestimmung, Beaufschlagung mit Prüfgas bekannter Konzentration (Span-Gas), Ablesen des Anzeigewerts an der Zentraleinheit, Dokumentation der Abweichung, ggf. Justierung des Sensors auf den Sollwert. Nach der Justierung ist eine erneute Prüfgasbeaufschlagung zur Verifizierung erforderlich. Der gesamte Kalibriervorgang wird im Prüfprotokoll festgehalten.
Sensorstandorte in Magdeburg und Umgebung
Die Sensorwartung ist für Anlagen in ganz Magdeburg relevant: Chemiepark Rothensee (toxische und brennbare Gase), Kälteanlagen in Schönebeck und Burg (Ammoniak), Biogasanlagen im Bördekreis (Methan, H₂S), Tiefgaragen (CO) und Klärwerke (Methan, H₂S, O₂).
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